Bezirksliga Nord – 9. Spieltag – 8. und 9. September 2018

FC Erding – FC Finsing 1:5
FC Alte Haide-DSC – TSV Rohrbach 1:3
Grüne Heide Ismaning – TSV Jetzendorf 2:5
SV Dornach – TSV Eching 2:0
SV Manching – SV Sulzemoos 1:3
FSV Pfaffenhofen – SpVgg Kammerberg 1:2
VfB Eichstätt II – FC Moosburg 0:0
Kirchheimer SC – FC Schwabing 3:0

Aufstellung FC Erding:

Deniz Aksoy, Maximilian Buchauer, Stefan Haberl (ab 84. Bastian Kronseder), Matthias Kurz (ab 73. Attila Lanzendorfen), Sebastian Sattelmayer, Paul Bucher, Markus Egner (ab 46. Liam Fitzpatrick), Marco Bertsch, Ridwan Bello, Fabian Aupperle, Marcel Geigerseder

Aufstellung FC Finsing:

Sebastian Lehmer, Valentin Bachmeier, Michael Ascher, Matthias Ecker, Stefan Gasda, Christian Rickhoff (ab 80. Ludwig Pazurek), Thomas Eckmüller (ab 82. Felix Loskot), Leonhard Hölzl, Fabian Kövener, Florian Hölzl, Kilian Schmitt (ab 63. Christian Hennel)

Tore:

0:1 (13. Minute) Florian Hölzl
0:2 (20. Minute) Michael Ascher
1:2 (31. Minute) Stefan Haberl
1:3 (70. Minute) Florian Hölzl
1:4 (77. Minute) Thomas Eckmüller
1:5 (83. Minute) Ludwig Pazurek

Spielbericht:

Voll unter die Räder kam der FCE im Lokalderby gegen den FC Finsing. Der Sieg der Gäste war auch in dieser Höhe verdient. Der erste Torschuss von Leo Hölzl verfehlte noch das Tor (8.), Dock kurz darauf durfte sein Bruder Florian schon jubeln. Michael Ascher hatte von der rechten Seite über den kompletten Strafraum geflankt. Links rauschte Florian Hölzl heran. Seine Volleyabnahme war ebenso mutig wie für Torwart Deniz Aksoy überraschend, der das kurze Eck nicht abgedeckt hatte (13.). Erding hatte die Chance auf eine schnelle Antwort, als sich Ridwan Bello im Strafraum durchsetzte und den Ball von der Grundlinie zurück auf den Fünfer hob, doch Stefan Haberl kam einen Schritt zu spät. Er traf nicht den Ball, sondern nur den Fuß des Verteidigers. Finsing war da cleverer. Christian Rickhoff leitete einen schnellen Konter ein. Markus Egner unterschätzte den langen Ball. Finsings überragender rechter Außenverteidiger Ascher lief allein auf Aksoy zu, ließ den Keeper noch aussteigen und schob zum 2:0 ein (20.). Finsing blieb dran, jetzt probierte es Leo Hölzl direkt von der Strafraumgrenze – knapp vorbei (25.). Erding war wie paralysiert. Kein Aufbäumen, nicht einmal ein Protest beim Schiedsrichter bei einem Handspiel von Finsings Innenverteidiger Stefan Gasda. Und bei einer harmlosen Rückgabe hätte Aksoy gegen den heranstürmenden Christian Rickhoff beinahe den Ball verloren. Was konnte da dem Gastgeber noch helfen? Eine feine Hereingabe von Marcel Geigerseder. Der Erdinger Youngster hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und scharf nach innen gepasst, wo Stefan Haberl schneller reagierte als die Finsinger Innenverteidiger und den Ball in den rechten Winkel setzte (31.). Dieser Anschlusstreffer zeigte bei den Gästen Wirkung. Plötzlich war Erding besser in der Partie. Vor allem Geigerseder machte auf seiner Seite Betrieb, doch viel Unterstützung bekam er nicht. Die Finsinger Aktionen waren schlichtweg gefährlicher. Aksoy klärte glänzend, als nach einer schnellen Finsinger Kombination Thomas Eckmüller vor ihm auftauchte. Fabian Kövener köpfte nach einem Eckball, am langen Pfosten lauernd, drüber. Der letzte Aufreger der ersten Halbzeit war ein Wortgefecht zwischen den beiden Spielertrainern. Fabian Aupperle hatte missfallen, wie Eckmüller Erdings Torwart Aksoy im Fünfer unfair attackiert hatte. Der souveräne Schiedsrichter beließ es bei Ermahnungen. Nach Seitenwechsel passierte erst einmal das, wofür ein Reporter irgendwann das Wort „Mittelfeldgeplänkel“ erfunden hat. Das lag auch daran, dass sich Finsings Spielertrainer von der vordersten Front in die zweite Reihe zurückgezogen hat. Und dann stand plötzlich Rickhoff frei vor Aksoy, der mit einem Reflex parierte (55.). Danach wieder: Ballgeschiebe und Abnutzungskämpfe zwischen den beiden Strafräumen. Aber Geplänkel hin, Passfolgen her – bei Finsing hatte an diesem Tag alles irgendwie mehr Plan. Geduldig wechselten die Defensivleute zwei, drei Mal über hohe Bälle die Seite, um es dann auch mal über die Mitte zu versuchen. Bei Erding: Ball rein ins Eck und auf eine hohe Hereingabe hoffen. Einmal, als sich Abwehrchef Aupperle mal mit nach vorne wagte, wurde es prompt gefährlich im Finsinger Strafraum (60.). Doch anstatt des Ausgleichs fiel nur zehn Minuten später das 1:3. Keeper Aksoy, der kurz zuvor schon mit Glück und einem unkonventionellen eingesprungenen Befreiungsschlag gerettet hatte, kam bei einem halbhochgeschlagenen Pass in den Strafraum etwas zögerlich aus dem Kasten. Florian Hölzl war einen Bruchteil schneller am Ball, den er akrobatisch über Erdings Schlussmann hinweg zum 3:1 ins verwaiste Tor hievte (70.). Kurz darauf war dann auch Leo Hölzl vor dem bedauernswerten Aksoy am Ball. Er bediente den noch besser postierten Eckmüller, der das bevorstehende 4:1 so richtig auskostete. Anstatt sofort abzuschließen, umkurvte er noch zwei Erdinger, erst dann vollstreckte der Finsinger Spielertrainer (77.). Erding hatte längst seinen Widerstand aufgegeben. Der eingewechselte Ludwig Pazurek durfte nach einem Eckball völlig unbedrängt zum 5:1 einköpfen (83).
Wiedergutmachung kann der FCE am kommenden Samstag im Heimspiel um 15.00 Uhr gegen den VfB Eichstätt II betreiben.

 

Share